Begleithundeprüfung
- 27. Mai 2017
- 2 Min. Lesezeit
Hat man Interesse mit dem Hund Turniersport zu betreiben oder will man von der Leinenpflicht befreit werden, dann muss man die Begleithundeprüfung absolvieren.
In vielen Bundesländern gilt die Leinenpflicht. Auch Berlin will mit dem neuen Hundegesetz eine generelle Leinenpflicht einführen. Jedes Bundesland handhabt die Leinenregelung anders. In einigen Bundesländern darf man ohne Leine laufen, wenn man die Begleithundeprüfung abgelegt hat. Es gibt sogar Bundesländer in denen man eine Steuererleichterung auf die Hundesteuer erhält, wenn man die BH-Prüfung nachweisen kann.
Begleithundeprüfung was ist das?
Geprüft werden Halter und Hund. Mindestens 8 Monate wird man schon übern müssen, um so weit zu sein, dass man die Prüfung wagen kann.
Voraussetzungen:
Der Hund muss mindestens

15 Monate alt sein. Er muss gechipt sein, versichert und gegen Tollwut geimpft. Am Tage der Prüfung muss er gesund sein.
Geprüft wird:
Sachkunde des Halters: Es müssen Fragen zum Hund beantwortet werden. Hier geht es um die Haltung, Ernährung, Kynologische Grundlagen, Gesetze und vieles mehr. Hier kann man die über 200 Fragen einsehen und testen, ob man diese beantworten kann: Fragenkatalog BH-Prüfung
Wesenstest: Der Hund muss wesensfest sein. Der richter liest den Chip aus, begrüßt den Prüfling unnd beugt sich über den Hund. Der Hund muss dies freundlich geschehen lassen.
Unterordnung: Halter und Hund müssen ein bestimmtes Laufschema absolvieren. Der Hund muss die ganze Zeit genau neben dem Knie des Hundeführers laufen. Kehrtwendungen, Rechts- und Linkswendungen, langsamer Schritt, schneller Lauf, aber auch Achter um Personen laufen sind Bestandtteile der Prüfung. Auch Sitz und Platz, sowie Ablage und heranrufen aus der Ablage werden geprüft. Sehr schwierig: Während ein Hund geprüft wird, muss ein zweiter hund die ganze Zeit in Ablage (also irgendwo liegen) bleiben. Und das ohne Leine, Decke, Spielzeug oder andere Dinge. Der hundeführer muss etwa 50 Schritte entfernt stehen. Nicht einfach! Hier kann man sich das Laufschema anschauen:
Verkehrssicherheit: Wenn alle Prüfungsteile bisher bestanden wurden, kommt die Verkehrssicherheitsprüfung. Diese beinhaltet, dass der Hund sich sicher und ohne Aggression auf Straßen, Wegen und in Verkehrsmittel verhält. Dies wirs getestet durch: Radfahrer, Skater, Rollstuhlfahrer, die vorbei kommen. Autos, Busse u.a. die passiert werden müssen. Andere Hunde die vorbei kommen. Dann wird der Hund angebunden und der Hundeführer entfernt sich außer Sichtweite. Nun kommen erneut andere Hunde, Radfahrer und Passanten vorbei. Der Hund muss ruhig bleiben und darf keinerlei Aggression zeigen.
Wenn das auch geschafft ist, geht es zur Auswertung. 70% der Einzelprüfungen müssen erreicht worden sein. Bei der Verkehrssicherheitsprüfung entscheidet der richter, ob bestanden wurde oder nicht.
Ist dies alles geschafft, gibt es die Urkunde bzw. Leistungskarte. Nun kann an Turnieren teil genommen werden und Vergünstigungen je nach Bundesland beansprucht werden.












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